REZENSION
QUIZDUELL OLYMP: DAS SPIEL
- Genre: Quiz
- Jahr: 2024
- Verlag: Denkriesen
- Personen: 4 bis 12 (auch bereits ab 2 möglich)
- Alter: ab 12 Jahren
- Dauer: ca. 30 bis 60 Minuten
- Schwierigkeitsgrad: leicht
- Initiativlevel: 10/10
Hast du das Zeug zum Quizgott?
In der wöchentlichen TV-Quizshow treten Promi-Paare an, um die Quiz-Experten - den Olymp - in Einzelduellen und im Finale zu schlagen. Im Brettspiel haben wir ein größeres Ziel vor den Augen: Selbst den Olymp besteigen!
REGELN
Nehmt euch jeweils eine Spielfigur (ein Q) und stellt diese Figur auf das Startfeld des Spielplans. Nehmt euch zudem jeweils ein Set aus Plättchen mit den Buchstaben A, B, C und D. Ihr könnt alleine antreten oder in Teams.
Eine Person wirft die drei Farbwürfel und sucht sich aus dem Ergebnis eine der Kategorien aus. Nun wird eine Frage aus dieser Kategorie samt vier Antwortvorgaben vorgelesen. Da die Quiz-Karten in kleinen Schubern stecken, ist die Antwort für niemanden sichtbar. Alle können also mitraten. Jeder legt nun den Buchstaben-Chip, von dem er glaubt, dass dieser die richtige Antwort zeigt, verdeckt auf den Plan, dann werden die Chips aufgedeckt und die Lösung wird vorgelesen. Spielt ihr in Teams, entscheidet der jeweilige "Wortführer".
Alle, die den richtigen Buchstaben gewählt haben, rücken auf der 15-stufigen Gewinnleiter ein Feld nach oben. Wer falsch getippt hat, bleibt stehen.
Wiederholt Würfeln, Vorlesen, Tippen und Auflösen nun solange, bis 15 Fragen gestellt wurden.
Die Stufe, auf der ihr am Ende steht, entspricht der Anzahl der offenen Fragen (ohne Antwortvorgaben), die ihr nun gestellt bekommt. Dabei beginnt, wer sich auf der Leiter am weitesten oben befindet. Ziel ist es, das oberste Feld, den Olymp, zu erreichen. Wer das schafft, gewinnt. Sollten die Fragen bzw. richtigen Antworten nicht genügen, um ins Ziel zu gelangen, folgt nun die nächste Person / das nächste Team. Schafft es niemand bis zum Olymp, werden reihum Fragen gestellt, bis jemand das Olymp-Feld erreicht.
GALERIE
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CHECKPOINT
PRO
- abwechslungsreicher Fragenkatalog
- einfaches, aber durchaus spannendes Spielprinzip
CONTRA
- anderes Konzept als in der TV-Show
- kleine Schwächen in der Umsetzung
MEINUNG
Freitags, 18:50 Uhr im Ersten: Promis schwitzen, Esther Sedlaczek lächelt – und Quiz-Fans jubeln. Denn dann heißt es wieder: Quizduell Olymp. Während die Promis sich tapfer durch Multiple-Choice-Fragen kämpfen, zählt für uns zu Hause nur eins: Wie viele Fragen packen sie,wenn sie gegen den gefürchteten „Olymp“ – also drei wandelnde Lexika auf zwei Beinen – antreten müssen? Im Finale wird’s spannend: Da läuft die Zeit, die Nerven flattern, und Esther bleibt charmant.
Und jetzt kommt das Brettspiel – ohne Studio, ohne Promis, ohne Esther (naja, ihr Gesicht lächelt immerhin vom Cover), aber mit Ratespaß. Wobei: So eine TV-Show auf den Spieltisch zu übertragen, ist ungefähr so einfach, wie einen Pudding an die Wand zu nageln. Denn was fehlt? Richtig – der Gewinn! Kein Geld, kein Applaus, nur Ruhm, Ehre und vielleicht ein Stück Kuchen. Trotzdem schlägt sich das Spiel wacker. Schließlich ist Quizduell Olymp im Herzen eh ein ehrliches Quiz – vorne mit Auswahl, hinten im Finale ohne Netz und doppelten Boden.
Die Spielregeln? Abgeändert. Themenblöcke wie in der Show? Fehlanzeige! Stattdessen: Würfeln, auswählen, losraten. Das bringt eine gewisse Abwechslung ins Spiel und sorgt dafür, dass nicht nur der Cousin mit dem unnützen Wissen zu 90er-Eurodance alles abräumt. Die Fragen sind in Ordnung, der Anspruch schwankt wie in der TV-Vorlage. Teilweise hatte ich sogar ein Déjà-vu – ich schwöre, ich erinnere mich an die eine oder andere Frage aus der Show. Schön ist es, dass alle gleichzeitig antworten dürfen – keine Wartezeiten, keine lahmen Zwischenphasen, keine Chance für Schwiegermutti, heimlich zu googeln.
Das Finale im Spiel ist ein kleines Wettrennen – Olymp-Edition. Wer in der Vorrunde gut war, darf als Erster zum finalen Sprint ansetzen. Und wenn er oder sie alle Fragen richtig beantwortet, ist Schluss – Sieg! Die anderen? Die dürfen hoffen, dass der Führende auf dem letzten Meter über eine besonders tückische Frage stolpert. Ich persönlich hätte’s cooler gefunden, wenn im Finale alle nochmal ran dürften – so bleibt’s halt eher ein Solo-Endspurt als ein epischer Showdown.
Material und Spielgefühl? Völlig okay. Einziges Manko: Nachzuhalten, wie viele der 15 Vorrunden-Fragen schon durch sind, ist ein bisschen wie Tetris im Kopf. Ein kleiner Zählmarker hätte geholfen. Wir haben einfach einen Marker aus einem anderen Spiel entführt – Improvisation ist eben alles.
Mein Fazit: Wer gerne quizzt, wird mit Quizduell Olymp – Das Spiel sicher seinen Spaß haben. Kein bahnbrechendes Quizwunder, aber grundsolide Unterhaltung für kluge Köpfe (oder solche, die gut bluffen können). Wer allerdings eine exakte Kopie der TV-Show erwartet, wird sich wundern – hier ist es eher ein „inspiriert von“, nicht ein "eins zu eins übernommen". Für mich sind das insgesamt sympathische 6 von 10 Kultpunkten - mit Tendenz nach oben bei genügend Snacks und dem Anblick von Esther auf dem Cover.
KULTFAKTOR: 6/10
Spielidee: 6/10
Ausstattung: 7/10
Spielablauf: 7/10
EUER REZENSENT
INGO
Vielspieler, Skifahrer, Italien-Fan, Medienheini
Eine Rezension vom 22.05.2025
Dieser Spieletest wurde unterstützt durch ein Rezensionsexemplar.
Bildnachweis:
Coverfoto: Denkriesen
Weitere Fotos: Spielkultisten