REZENSION

MY PARK

  • Genre: Kartenspiel / Legespiel
  • Jahr: 2025
  • Verlag: Game Factory
  • Autor: Eugeni Castaño
  • Grafik: Miguel Ramos
  • Personen: 2 bis 5
  • Alter: ab 8 Jahren
  • Dauer: ca. 15 Minuten
  • Schwierigkeitsgrad: leicht
  • Taktiklevel: 5/10

Mein Park, meine Bahn, mein Shop

Wie auf dem Bauplan vorgegeben, errichten wir unseren eigenen Freizeitpark aus Karten. Diese werden gedraftet und wir suchen uns die besten aus, allerdings gibt es da Kosten, klare Legeregeln und Wertungsvorgaben, die auch die Konkurrenz erfüllen möchte. 

REGELN

Wählt eine zufällige Bauplan-Karte aus. Sie zeigt die Anordnung, in der der eigene Park gebaut werden muss. Mischt die 52 Parkkarten (Karten mit Zahlen von 1 bis 13 in vier Farben) und teilt jedem 10 Handkarten aus. Außerdem erhält jeder 15 Münzen. 

Legt zudem die Standard-Wertungskarte sowie eine variable Wertungskarte in die Mitte. Ihr könnt auch noch zwei Bonus-Wertungskarten für weitere Wertungsoptionen hinzufügen.

Gespielt werden 9 Runden. In jeder Runde wählt ihr eine eurer Handkarten aus, zunächst verdeckt, dann offen. Legt die Karte in euer persönliches Park-Raster (Bauplan beachten!) und gebt die restlichen Karten an euren Nachbarn. Erhaltet die Karten vom anderen Nachbarn.

Wiederholt dies, bis jeder 9 Karten in der Anordnung des Bauplans vor sich ausliegen hat.

Beachtet dabei die Legeregeln:

  • Die erste Karte wird einfach offen auslegt, alle weiteren müssen immer angrenzend an eine bereits ausliegende Karte angefügt werden.
  • Die Zahlen auf den Karten müssen reihenweise von oben nach unten und von links nach rechts aufsteigend sein, keine Zahl darf doppelt vorkommen. Je nach Bauplan ist es möglich, dass zunächst Zahlenlücken entstehen, die später gefüllt werden können. Bei welcher Zahl begonnen wird und in wie weitere Zahlen passend angelegt werden, kann jeder für sich selbst planen.
  • Jede neue Karte muss mit Münzen bezahlt werden. Die Kosten findet ihr oben links.
  • Manche Karten liefern Bonus-Effekte beim Ausspielen (Änderung der Spielrichtung, nachträglicher Kartentausch, zusätzliche Karte spielen etc.).
  • Kann keine Karte passend eingefügt oder überhaupt bezahlt werden, muss eine Handkarte verdeckt in die Auslage gespielt werden. Sie füllt kostenlos den Platz, ohne Zahl (kann also auch Lücken füllen), bringt aber keine Punkte oder Effekte.


Am Ende wertet ihr eure eigene Auslage. Die Standard-Wertungskarte  belohnt möglichst wenige verdeckte Karten, Ticket-Symbole auf Karten, übriges Geld sowie unterschiedliche Karten-Symbole (Achterbahn, Shop, Unterhaltung etc.). Die variablen Wertungskarten belohnen bestimmte gesammelte Kartenfarben (in verschiedenen Kombinationen). Die optimalen Bonus-Wertungskarten verlangen nach Mehrheiten oder einer bestimmten Anzahl bestimmter Karteneigenschaften.

Wer die meisten Punkte gesammelt hat, gewinnt. 

GALERIE

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CHECKPOINT

PRO

  • Lockeres Draftspiel mit Legepuzzle
  • Interessanter Bauplan-Kniff
  • Wechselnde Wertungen
  • Schnell erklärt und gespielt 


CONTRA

  • Je weniger Personen mitspielen, umso zufälliger die Kartenzusammenstellung
    Thema komplett aufgesetzt

MEINUNG

Als alter RollerCoaster Tycoon-Fan, haben ja Spiele mit Freizeitpark-Thema bei mir immer direkt einen Bonus. My Park stellt die bunte Welt aus Achterbahnen und Karussells grafisch vergleichsweise simpel da, dennoch erreicht mich das Thema, wenn es sich dann letztlich auch spielerisch als komplett aufgesetzt erweist. Was da auf den Karten zu sehen ist, hat keinerlei Auswirkungen aufs Spiel, im Kern geht es ums abstrakte Kombinieren von Zahlen, hinzu kommen Farben und Symbole für die Wertungen.

My Park ist ein Draftspiel, und wie so oft bei Spielen dieser Art ist es auch hier so, dass eine kleinere Personenzahl dazu führt, dass es einen geringeren Kartendurchlauf gibt. Im Spiel zu zweit sind nur 20 von 52 Karten im Spiel, im Spiel zu fünft dagegen 50. Das macht schon einen großen Unterschied aus, wenn man auf bestimmte Zahlen wartet. Das Zahlenpuzzle erinnert an die Welcome to-Spiele, wird hier aber noch an unterschiedliche Baupläne geknüpft, die, da nur angrenzendes Legen erlaubt ist, planerisches Geschick erfordern – aber natürlich auch Glück. Wenn keine passenden Zahlen auf der Hand sind, bleibt halt nur das verdeckte Ausspielen.

Interessant ist dabei, dass man mit seinem Geld haushalten muss. Es gibt keine nachträgliche Finanzspritze, auch nicht durch die teilweise vorhandenen Karteneffekte. 15 Münzen müssen also für 9 Karten reichen.

Varianz entsteht dann noch durch die Wertungskarten, vor allem durch die optionalen Bonuskarten. Dennoch ist der Grundablauf des Spiels schon immer derselbe. My Park bleibt ein Zahlenpuzzle, das an Wertungen geknüpft ist – schnell erklärt, schnell gespielt, sowohl planerisch, aber eben doch auch immer etwas glückslastig bei der Umsetzung. Je nach Personenanzahl sind das für mich sympathische 6 bis 7 Kultpunkte, je mehr Personen mitspielen, umso interessanter finde ich das Spiel.

KULTFAKTOR: 6-7/10

Spielidee: 6/10
Ausstattung: 7/10
Spielablauf: 6/10

EUER REZENSENT

INGO

Vielspieler, Skifahrer, Italien-Fan, Medienheini

Eine Rezension vom 27.04.2026

Dieser Spieletest wurde unterstützt durch ein Rezensionsexemplar.

Bildnachweis:
Coverfoto: Game Factory
Weitere Fotos: Spielkultisten