REZENSION

BIRDIE

  • Genre: Kartenspiel
  • Jahr: 2025
  • Verlag: Game Factory
  • Autor: David Spada
  • Grafik: Stefano Tartarotti
  • Personen: 2 bis 4
  • Alter: ab 8 Jahren
  • Dauer: ca. 30 Minuten
  • Schwierigkeitsgrad: leicht
  • Initiativlevel: 6/10

Welche Vögel sind schon da?

In diesem Kartenspiel sammeln wir in zwei Durchgängen Vögel, die wir verdeckt auf unseren Wertungsstapel spielen. Da es am Ende des Durchgangs Punkte für verbundene Sets gibt, sollten wir uns gut merken, in welcher Reihenfolge wir die verschiedenen Vogelarten und Jahreszeiten ablegen.

REGELN

Zu Beginn erhält jeder ein Spielertableau und einen Stift. Die vier Trophäen werden bereitgestellt.

Das Spiel wird in zwei, vom Ablauf identischen Durchgängen gespielt. Alle 66 Karten werden gemischt. Je nach Anzahl der Personen werden zwei bis vier Karten zur Seite gelegt, darauf wird die Stopp- Karte plaziert und oben drauf dann die restlichen Karten. Im Spiel zu zweit wird der Kartenstapel geteilt – pro Durchgang eine Hälfte des Stapels. Nun erhält jeder zwei Karten auf die Hand und vier weitere Karten werden als Auslage offen in die Tischmitte gelegt.

Gespielt wird reihum. Wer an der Reihe ist, kann entweder eine Karte aus der Auslage auf die Hand nehmen oder gleich zwei Karten aus der Auslage verdeckt auf seinen Wertungsstapel legen. Zusätzlich dürfen nun beliebige weitere Karten aus der Hand ebenfalls verdeckt auf den eigenen Wertungsstapel gespielt werden. Die Reihenfolge der Karten im Wertungsstapel darf nicht mehr verändert werden!

Die dritte Möglichkeit im eigenen Zug ist das Passen. Wer passt, vermerkt dies das auf dem eigenen Tableau und schreibt die verbliebenen Mitspieler als Punkteanzahl auf, ist dann jedoch für diesen Durchgang aus dem Spiel.

Die Auslage wird am Ende jedes Zuges aufgefüllt. Taucht dabei die Stopp-Karte auf, wird die Auslage nicht weiter aufgefüllt. Das Spiel läuft jedoch normal weiter. Kann jemand weder eine Karte auf die Hand nehmen noch zwei Karten zum Wertungsstapel hinzufügen, muss gepasst werden.

Haben alle gepasst, ist ein Durchgang beendet und es folgt die Wertung.

Bei der Wertung wird nun jeder Wertungsstapel einzeln durchgeschaut. Zunächst einmal dreht dazu jeder den eigenen Stapel um und legt die Karten nebeneinander vor sich. Wichtig ist dabei, die Reihenfolge der Karten nicht zu verändern! Bei der Wertung werden nun Sets gebildet. Ein Set muss aus mindestens zwei nebeneinander liegenden Karten bestehen. Bei einem Set werden entweder die gleichen Jahreszeiten oder die gleichen Vogelarten gewertet. Dabei darf jedoch eine Karte nur in einem Set enthalten sein und nicht mehrfach gewertet werden. Hat sich jeder für eine finale Auf-/Einteilung der eigenen Karten entschieden, werden die Punkte notiert. Die Anzahl der Karten in einem Set entsprechen dabei der Anzahl der Punkte. Zudem gibt es für jedes Set ein Kreuz auf der Leiste. Vogelarten oder Jahreszeiten, die bereits gewertet wurden, dürfen kein zweites Mal gewertet werden.

Hat jemand noch Karten auf der Hand, dürfen Sonderfähigkeiten, eingesetzt werden. Jede Fähigkeit darf jeder aber nur einmal im gesamten Spiel benutzen. Dann muss dazu die entsprechende Vogelart von der Hand abgelegt werden. 

Haben alle ihre Wertung vollzogen, wird nun bei den Vogelarten geschaut, welche von allen Personen die höchste Punktezahl erhalten hat. Diese erhält zusätzlich die entsprechende Trophäe für diese Vogelart. Dies passiert nach beiden Durchgängen. Es kann also sein, dass eine Trophäe im ersten Durchgang als gewonnen gilt, aber im zweiten Durchgang von einer anderen Person übernommen wird, da diese nun eine höhere Anzahl besitzt. Die Punkte für die Trophäe werden erst am Spielende berechnet.

Nach dem der zweite Durchgang gespielt und gewertet wurde, gewinnt, wer nun insgesamt die meisten Punkte erspielen konnte.

GALERIE

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CHECKPOINT

PRO

  • Set Collection trifft Memospiel
  • schönes Artwork
  • wiederbeschreibbare Tableaus


CONTRA

  • zu zweit spielbar, aber weniger reizvoll

MEINUNG

Birdie ist ein kurzweiliges, schnelles Spiel, das bereits allein durch sein Artwork positiv heraussticht. Die liebevoll gestalteten Karten und Details sind kleine Hingucker. Praktisch sind die wiederbeschreibbaren Tableaus – hier werden Ressourcen geschont.

Birdie ist schnell erklärt und ohne viel Aufwand spielbar. Die angegeben 30 Minuten sehe ich eher vielleicht in den ersten Runden. Danach ist das Spiel zügiger gespielt. Empfohlen wird das Spiel für Personen ab 8 Jahren, spielinteressierte jüngere Kinder können aber durchaus auch schon gut mitspielen.

Spielerisch handelt es sich um einen eigentlich bekannten Mix aus Karten sammeln und Sets bilden, dies aber mit einem witzigen Memo-Aspekt. Klar, Birdie ist dabei auch ein bisschen glücksabhängig. Je nachdem, welche Karten offen in der Auslage liegen, kann das Sammeln aber taktisch beeinflusst werden – sofern das eigene Gedächtnis mitspielt. Je besser man sich an seine verdeckt abgelegten Karten erinnern kann, desto größer ist die Chance, lange Sets zu bilden. Dadurch, dass die Karten im Nachhinein in ihrer Reihenfolge nicht mehr verändert werden dürfen, bedarf es halt schon einer gewissen Merkfähigkeit, jedoch helfen die Zusatzfähigkeiten, sofern man sie anwenden kann, dabei, doch die eine oder andere zusätzliche Aktion auszuführen, um die eigene Wertung zu verbessern.

Aber egal, wie am Ende die Punkteergebnisse ausfallen – in unseren Familienrunden lieferten das süße Design der Karten und Trophäen einfach einen Wohlfühlfaktor, und der ist kombiniert mit einem eigenen kleinen spielerischen Kniff, der gerade bei jüngeren Spielerinnen und Spielern gut ankommt – nicht als Dauerbrenner, da gibt es Spiele mit mehr Abwechslung, aber für eine schnelle Runde zwischendurch immer wieder gern einmal. Insgesamt hält Birdie von mir sehr solide 7 Punkte.

KULTFAKTOR: 7/10

Spielidee: 7/10
Ausstattung: 9/10
Spielablauf: 6/10

EURE REZENSENTIN

DORO

Spielerin, Rätselfan, Familienmensch

Eine Rezension vom 14.04.2026

Dieser Spieletest wurde unterstützt durch ein Rezensionsexemplar.

Bildnachweis:
Coverfoto: Game Factory
Weitere Fotos: Spielkultisten