REZENSION

ZONA

  • Genre: Strategie
  • Jahr: 2020
  • Verlag: Rebel / Corax Games
  • Autoren: Maciej Drewing, Krzysztof Głośnicki
  • Grafik: Wojciech Bajor, Katarzyna Fiebiger, Tomek Zarucki
  • Spieler: 1 bis 4 
  • Alter: aufgrund des Themas für Erwachsene empfohlen (!)
  • Dauer: 120 bis 180 Min.
  • Schwierigkeitsgrad: mittel
  • Taktiklevel: 6/10

Verstrahlte Mysterien

Als Überlebende der Katastrophe von Tschernobyl haben wir es uns zur Aufgabe gemacht, das Geheimnis eines sagenumwobenen Sarkophags im zerstörten Kernkraftwerk zu lüften. Dabei widerfahren uns allerlei schaurige Begegnungen.

REGELN

Zunächst einmal legen wir den Spielplan (mit der der Spieleranzahl entsprechenden Seite) in die Tischmitte. Jetzt gilt es einige Kartenstapel zu mischen und verdeckt auf die dafür vorgesehenen Felder auf dem Plan zu platzieren. Die Ereigniskarten für den grünen und den gelben Sektor, ebenso wie die des Sarkophags werden getrennt gemischt und auf die linke Seite des Plans gelegt. Dann werden die geheimen Orte zufällig auf die vier entsprechenden Bereiche verteilt (für das erste Spiel gibt es eine Empfehlung für die Verteilung der Orte). Zu den geheimen Orten gehört noch jeweils ein zufällig zugeteilter Schlossmarker und ein Stapel mit Geheimer-Gegenstandskarten. Außerdem gibt es die Gerüchtekarten und die Strahlungskarten, die neben der Strahlungsleiste ausgelegt werden, auf der dann auch gleich noch der Strahlungsmarker auf das Feld 0 gelegt wird. Zuletzt dann noch die Stapel mit gelben und grünen Artefakt-Karten rechts unten auf den Plan und der eigentliche Spielplan ist spielbereit. 

Neben den Spielplan wird das Marktplatztableau ausgelegt, mit Ausrüstungs- und Krempelkarten bestückt, und die übrigen Karten als Nachziehstapel daneben gelegt. Nachdem jetzt noch der Halter für die Gefahrenmarker mit diesen bestückt wurde, sucht sich jeder Spieler eines aus zwei zufällig zugeteilten Charaktertableaus aus und der Startspieler bekommt den Marker „Zonas Stimme“. Auf den Tableaus ist vermerkt, wo der Spieler auf dem Plan startet, wie viel Schaden er beim Betreten der Zona erleidet, wie viel Rubel er bekommt und mit welchem Ruf (gut, schlecht, neutral) er das Spiel beginnt. Jetzt bekommt noch jeder Spieler ein Rucksacktableau, seine persönlichen 4 Startgegenstandskarten, ein auf 1 eingestelltes Erschöpfungsrad und eine Spielübersicht.

Und schon kann es losgehen. Hört sich jetzt viel an, ist aber recht schnell alles erledigt.


Ziel jedes Spielers ist es, als erster den geheimnisvollen Sarkophag zu erreichen und dessen sagenumwobenes Geheimnis zu lüften.

Der Weg dorthin ist schwer, aber der Spielablauf an sich relativ simpel. Bin ich an der Reihe, habe ich die Auswahl aus sechs Aktionsmöglichkeiten, von denen ich zwei ausführen darf. Ich kann meinen Charakter auf ein benachbartes Feld bewegen, eine Ortsaktion ausführen (während ich alle anderen Aktionen auch doppelt ausführen darf, steht mir die Ortsaktion nur 1x zur Verfügung), einen geheimen Ort öffnen, indem ich die Anforderungen auf dem Schlossmarker erfülle, eine Suchaktion durchführen, um einem Gefahrenmarker zu begegnen, mich ausruhen, um meine Erschöpfung zu verringern oder einfach passen (tue ich das als erste Aktion, hab ich natürlich keine zweite Aktion mehr zur Verfügung).

Dies geschieht reihum, bis jeder Spieler seine 2 Aktionen ausgeführt hat. Danach zieht jeder Spieler entsprechend des Sektors, in dem er sich befindet, eine Ereigniskarte und handelt sie ab. Meist sind es Begegnungen mit anderen Schmugglern oder mit Mutanten, die dann bestimmte Proben erfordern, um den Ausgang der Begegnung zu ermitteln.

Hat jeder Spieler seine Ereigniskarte abgehandelt, zieht der Startspieler (Zonas Stimme) eine Gerüchtekarte. Zuerst einmal wird anhand eines Symbols auf der Karte ermittelt, ob, und wenn ja, wie stark die Strahlung ansteigt. Erreicht der Strahlungsmarker dadurch das Ende der Strahlungsleiste wird eine Strahlungswelle ausgelöst, die unter anderem Charaktere, die sich nicht an sicheren Orten befinden, Schaden zufügt. Nach Ermittlung des Strahlungsanstiegs wird der Text der Karte abgehandelt. Oft sind es Mutanten und Anomalien, die auftauchen, oder der Gerüchtemarker wird an Orten abgelegt und erschwert dort z.B. Übergänge von einem Ort zum anderen oder das Betreten bestimmter Orte.

Danach wird der „Zonas Stimme“-Marker an den nächsten Spieler weitergegeben und er wird Startspieler und beginnt die nächste Runde.

Das Spiel endet, wenn entweder ein Spieler den Sarkophag erreicht und die Ereigniskarte dort erfolgreich gemeistert hat oder, dann verlieren alle Spieler, wenn entweder der Gerüchtekarten- oder der Ereigniskartenstapel des Sarkophags aufgebraucht ist.

Das Spiel bietet auch einen Solomodus.

GALERIE

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